Dr. Andre Baumann MdL liegt Bildungspolitik am Herzen. Das Foto zeigt ihn 2023 bei einem Besuch der Hubäcker-Grundschule in Hockenheim.

1.440 unbesetzte Lehrerstellen: Dr. Andre Baumann MdL kommentiert die im Kultusministerium bekannt gewordene Panne – Nun stelle man sicher, dass Ressourcen im Bildungssystem dort ankommen, wo sie gebraucht werden

„Es macht nie Spaß, Fehler zu finden. Aber es ist gut, dass wir diesen Fehler nun endlich aufgedeckt und die Grundlage für eine transparente und verlässliche Verwaltung geschaffen haben.“ Mit diesen Worten kommentiert der grüne Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schwetzingen, Dr. Andre Baumann, die im Kultusministerium bekannt gewordene Panne in der Stellenverwaltung für Lehrkräfte.

In der Kultusverwaltung wurden über viele Jahre Jahre hinweg insgesamt 1.440 Lehrerstellen fälschlicherweise als besetzt ausgewiesen, obwohl sie tatsächlich unbesetzt waren. Der Grund dafür liegt in einem fehlerhaften Datenbestand, der bereits bei der Einführung des Personalverwaltungssystems „DIPSY“ im Jahr 2005 entstanden ist. „Dieser Fehler hat sich wahrscheinlich über zwei Jahrzehnte aufgebaut, blieb unter Kultusministern von CDU und SPD unentdeckt und ist erst jetzt unter der grünen Kultusministerin Theresa Schopper ans Licht gekommen. Dafür gebührt dem Ministerium Respekt, die Versäumnisse der Vergangenheit so offen anzusprechen und nun konsequent aufzuarbeiten“, betont Baumann.

Die Kultusverwaltung hatte die fehlerhafte IST-Besetzung der Lehrerstellen gemeinsam mit dem Landesamt für Besoldung und Versorgung im Juni 2025 erstmals vollständig neu berechnet. Dabei wurde festgestellt, dass die Zahl der tatsächlich freien Stellen über Jahre hinweg stetig angewachsen war. Nach Bekanntwerden des Sachverhalts hat das Kultusministerium die Öffentlichkeit unverzüglich informiert und eine umfassende Fehleranalyse gestartet.

„Was jetzt zählt, ist, dass wir die zusätzlichen Lehrerstellen möglichst rasch und gezielt besetzen, um die Unterrichtsversorgung dort zu stärken, wo sie am dringendsten gebraucht wird“, erklärt Baumann. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Stellen ungenutzt bleiben, während Schulen Personal suchen – und genau deshalb ist es so wichtig, dass dieser Fehler nun korrigiert wird.“ Das Ministerium arbeitet derzeit an einem Konzept, wie die frei gewordenen Stellen zügig in das laufende Einstellungsverfahren eingespeist werden können.

Darüber hinaus wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Ursachen des Fehlers genau untersucht, Lösungen entwickelt und sicherstellt, dass vergleichbare Probleme künftig ausgeschlossen werden können. „Wir wollen aus diesem Fall lernen. Transparenz, gründliche Aufarbeitung und bessere Kontrollen sind der richtige Weg“, so Baumann. „Denn nur so stellen wir sicher, dass Ressourcen im Bildungssystem dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei den Schulen und Kindern im Land.“