Dr. Andre Baumann besucht das Deutsch Rote Kreuz in Hockenheim
Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Andre Baumann, stattet den Ortsvereinen des Deutschen-Roten-Kreuzes (DRK) im Wahlkreis Schwetzingen regelmäßig einen Besuch ab. Diesmal war er beim Ortsverein Hockenheim. Baumann wollte zuhören auch vor dem Hintergrund der Debatte um eine Novellierung des Landeskatastrophenschutzgesetzes Baden-Württemberg und mit dem Besuch seinen Dank für die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen ausdrücken.
Begrüßt wurde Baumann von Alexander Böttcher und Amelie Neßling. Als Bereitschaftsleitung sind beide für die Organisation der medizinischen und sanitätsdienstlichen Aufgaben des DRK Ortsvereins Hockenheim zuständig. Für das Material, die Fahrzeuge und die Räume. Aber vor allem für die Mitglieder und dafür, jederzeit bereit zu sein. Denn niemand weiß, wann der nächste Einsatz kommt. Zum Beispiel wie zuletzt bei einem Brand in einen Mehrfamilienhaus an einen Dienstagabend.
Um die 20 Personen sind Teil der aktiven Bereitschaft des Ortsvereins und ziehen dann in den Einsatz, wenn sie gebraucht werden. Aber auch geplante Sanitätsdienste gehören zu den Aufgaben des DRK. Auf Festen und Veranstaltungen sorgen die Sanitäterinnen und Sanitäter im Falle eines Falles für schnelle Hilfe. Und auch die monatliche Blutspende mit rund 100 Spendern in Hockenheim wird vom DRK organisiert. „Da kommen übers Jahr viele Helferstunden zusammen und das komplett ehrenamtlich“, betont Böttcher. Damit ist es aber noch lange nicht getan. „Wir treffen uns regelmäßig alle zwei Wochen zu Ausbildungsabenden, um ihr Wissen zu erweitern und zu vertiefen“, erklärt Amelie Neßling.
„Ich wünsche mir, dass bereits im Kindergarten und an den Schulen Themen des Katastrophenschutzes erlernt werden“, so Baumann. Denn in Zeiten zunehmender Unwetter, komme es darauf an, dass die Gesellschaft gut auf den Ernstfall vorbereitet sei. „Auch wenn sich das natürlich niemand wünscht. Wir müssen als Gesellschaft vorbereitet sein. Vom Kindergarten bis ins Seniorenalter.“ Baumann, Böttcher und Neßling waren sich einig, dass sich auch die Städte und Gemeinden gut auf den Katastrophenfall vorbereiten sollen.
Neben dem medizinischen Bereich leistet das Rote Kreuz in Hockenheim aber noch einiges mehr. Zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit. beim Jugendrotkreuz treffen sich Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 27 Jahren in drei Gruppen um die Geschichte des Roten Kreuzes, erste Hilfe, Zivilcourage und vieles mehr zu lernen.
Beim abschließenden Rundgang durch das Gebäude des DRK Ortsverbands, konnte sich Baumann nochmals davon überzeugen, wie gut das Rote Kreuz vor Ort aufgestellt ist. Neben verschiedenen Büros, Besprechungsräumen und Lagermöglichkeiten, ist vor allem die große Fahrzeughalle beeindruckend. Diese bietet genügend Platz für alle Fahrzeuge des Ortsvereins.
Drei Fahrzeuge stehen in der Halle und für schnelle Einsätze oder Besorgungen sogar ein kleiner Motorroller. Eine Besonderheit des Ortsverbands ist der Gerätewagen Technik und Sicherheit, in der zusätzliches Material zur logistischen Unterstützung anderer Einsatzeinheiten bereitgestellt werden kann. „Wir sind zufrieden mit den Räumen in der alten Rettungswache“, so Böttcher und Neßling.
Auch über die Änderung des Katastrophenschutzgesetzes wurde an diesem Nachmittag gesprochen. Andre Baumann hatte sich dazu bereits bei mehreren DRK-Ortsverbänden im Wahlkreis informiert und danach für die Gleichstellung aller Helfenden im Landtag in zahlreichen Gesprächen eingesetzt – mit Erfolg: Zwischenzeitlich hat der Landtag von Baden-Württemberg das neue Landeskatastrophenschutzgesetz am 3. Dezember beschlossen. Die Gleichstellung ist bei Einsätzen in der Zuständigkeit der Katastrophenschutzbehörden im Gesetz abgedeckt – und zwar in jedem Falle einer Alarmierung durch die zuständige Stelle. Das Innenministerium hatte im Vorfeld der Abstimmung im Landtag zugesagt, dazu nochmals ein erklärendes Schreiben an die Unteren Katastrophenschutzbehörden zu versenden. „Ich bin sehr froh, dass die Frage der Helfergleichstellung nun klar im Gesetz formuliert ist. Denn es geht um die Wertschätzung der ehrenamtlichen Helfer und um deren Sicherheit, nämlich dass alle Einsatzkräfte versichert sind und die Erholungszeiten bekommen, die sie benötigen.“