Grüne: Dr. Andre Baumann MdL und Stadträtinnen haben aubex GmbH in Hockenheim besucht – Unternehmen hat Automatisierungssoftware für Autohäuser entwickelt
Die notwendige Transformation des deutschen Automobilsektors lasse sich mit innovativen Unternehmen wie der aubex GmbH an den Hörnern packen, meinte Dr. Andre Baumann MdL. „Ich bin froh und stolz, dass Sie in meinem Wahlkreis ansässig sind“, sagte der Landtagabgeordnete der Grünen, als er das Unternehmen im Hockenheimer Gewerbegebiet im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour besuchte. Mit dabei: Elke Dörflinger, Sprecherin der grünen Fraktion im Hockenheimer Gemeinderat, und die grüne Stadträtin Elena Heidenreich. „In unserer täglichen Arbeit fehlen uns auf dem deutschen Automobilmarkt an vielen Stellen Agilität und die Bereitschaft, die Dinge konsequent anders zu machen“, erläuterten aubex-Geschäftsführer Sven Fillinger und der kaufmännische Geschäftsführer Florian Schulze. „Mit unserer eigens entwickelten Software orcar-Plattform werden die täglichen Routineabläufe der Aftersales-Prozesse in Autohäusern orchestriert und automatisiert. Das schafft den Unternehmen mehr Flexibilität und Freiraum für andere Aufgaben.“
Zum Einsatz kämen dabei Software-Roboter, die feste Abläufe selbstständig abarbeiteten – zunehmend ergänzt um KI. Die setze aubex an zwei Stellen ein: in der Software für die Kunden und im eigenen Unternehmen, wo sie ein wesentlicher Treiber des Wachstums sei. Die Unternehmer beschreiben, was die Software-Roboter alles können: Sie setzen sich beispielsweise mit einem Kunden in Verbindung, wenn eine Inspektion des Fahrzeugs fällig ist und machen einen Termin aus. Vor dem Termin checken sie unter anderem die Fahrzeughistorie im Archiv und kopieren relevante Informationen in das Auftragsformular. Sie bestellen gegebenenfalls vorab Ersatzteile für den Termin und erkennen auch, wenn der Kunde Anspruch hat auf zusätzliche kostenlose Serviceleistungen, wie etwa die Scheinwerfer einzustellen oder neue Wischerblätter.

Verlässlicher Kurs bei Transformation des Automobilsektors
„Wir sind nicht besser als der beste Mitarbeiter des Autohauses“, so Fillinger. „Aber unsere Software-Roboter können rund um die Uhr arbeiten, das ist der Unterschied.“ Mehr als 1.200 Autohausgruppen und Hersteller wie VW, Audi, Skoda, Mercedes oder BMW betreue aubex mit seiner Automatisierungssoftware in 19 europäischen Ländern. Mehr als 25 Mitarbeitende gehören zu aubex. Gegründet hat Fillinger das Unternehmen in 2009, seitdem ist es in Hockenheim zu Hause. „Gestartet sind wir damals als Dienstleister für Autohäuser“, so Fillinger. „Mit Prozess- und Digitalberatung, Outsourcing und Aftersales-Marketing waren wir 15 Jahre lang immer nah dran am Tagegeschäft der Betriebe. Diese Erfahrung haben wir in die Entwicklung unserer eigenen Software fließen lassen.“ Der Weg sei nicht einfach und nicht ohne Risiko gewesen, berichtete Schulze: „Aber es hat sich gelohnt.“
Was würden sich die beiden Unternehmer von der Politik wünschen, fragten Baumann, Dörflinger und Heidenreich. „Den Klassiker: Bürokratieabbau“, antwortete Fillinger. Auch die fehlende Anbindung des Standorts im Hockenheimer Gewerbegebiet an den ÖPNV sei nicht ideal, ebenso wie die fehlenden Fuß- und Radwege, ergänzte Schulze. Und: „Ich würde mir wünschen, dass sich die Politik wirklich bewusst macht, wie tiefgreifend die Veränderungen durch die Transformation des deutschen Automobilsektors sind“, so Schulze, „wie viele Unternehmen, Zulieferer und Servicedienstleister da wirklich dranhängen.“ Für ihre Kunden sei Elektromobilität gesetzte Realität, auf die sich Serviceprozesse einstellen müssten, sagten Schulze und Fillinger. „Aber es braucht auch von Seiten der Politik eine sinnvolle und vor allem stringente Umsetzung der Mobilitätswende, kein ewiges Hin und Her.“

Wünsche der Unternehmer an die Politik wurde gesprochen.
Baumann stimmte zu: „Was Sie sagen, ist zentral. Wir bauen in Baden-Württemberg konsequent Bürokratie ab. Und wir haben früh begonnen, die Weichen für diese notwendige Transformation gerade im Automobilsektor zu stellen. Das Automobil ist das Produkt aus unserem Land mit der größten Wertschöpfungstiefe. Ich bin froh, dass sich die Automobil-Länder mit der Bundesregierung auf einen klaren und langfristigen Kurs bei der Automobilität geeinigt hat. Es geht darum, dass das Auto der Zukunft bei uns vom Band läuft.“