Besuch bei der Warmen Stubb. V.l.n.r. Francesco Laudenschläger, Peter Steinbrech, Heidi Schläfer, Volker Engelfried. Andre Baumann, Susanne Hierschbiel und Achim Schmitt

Die Warme Stubb ist ein Ort der Begegnung in Schwetzingen. Dr. Andre Baumann und Dr. Susanne Hierschbiel haben sie gemeinsam besucht

Spätestens nach der herzlichen Begrüßung durch die Vorstandsmitglieder Volker Engelfried und Achim Schmitt wurde eines schnell klar: Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben. Als Dr. Andre Baumann, Landtagsabgeordneter der Grünen, und Dr. Susanne Hierschbiel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Schwetzinger Gemeinderat, eintraten, waren die Tische und Stühle in der Warmen Stubb in Schwetzingen beinahe bis auf den letzten Platz besetzt.

An drei Tagen pro Woche – Montag, Mittwoch und Freitag – gibt es ab 12.30 Uhr für drei Euro ein komplettes Mittagessen, mit Nachtisch, das von Küchenchefin Heidi Schläfer immer frisch zubereitet wird. Insgesamt sind es bis zu sieben Personen, die sich von morgens bis mittags darum kümmern, dass die Küche nicht kalt bleibt. Und weil nicht alle gespendeten Lebensmittel im Kochtopf landen, wird der überwiegende Teil nach dem Essen kostenlos an die Gäste weitergegen. „Wir sind gut aufgestellt und haben hier ein richtig gutes Team“, berichtete Achim Schmitt. „Schon morgens sind wir unterwegs und holen die von Nahkauf gespendeten Lebensmittel an drei Tagen in der Woche ab“, erklärte Volker Engelfried. Und wenn die Besucherinnen und Besucher gegen 15 Uhr gegangen sind, ist der Tag für die Helferinnen und Helfer noch längst nicht zu Ende. Denn es muss ja auch noch aufgeräumt werden.

„Ihr Engagement ist absolut vorbildhaft. Und es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen auf diese Weise und in diesem Umfang für ihre Mitmenschen einsetzen“, fand Andre Baumann. Und Susanne Hierschbiel wies darauf hin, dass die Warme Stubb noch viel mehr ist als nur ein Ort, an den man zum Essen kommt. „Die Warme Stubb ist auch ein Ort der Begegnung. Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch. Dieser Ort ist ein schöner Gegenentwurf gegen die weit verbreitete Einsamkeit in unserer Gesellschaft“, so Hierschbiel.

(v.l.n.r.:) Volker Engelfried, Andre Baumann und Susanne Hirschbiel im Gespräch

Dabei leistet die Warme Stubb noch einiges mehr: Im vergangenen Winter konnte der Verein durch die großzügige Spende von 1.000 Euro eines Schwetzinger Bürgers winterharte Schlafsäcke bis -23 Grad und passende Isomatten an obdachlose Menschen direkt vor Ort verteilen. Die verbliebenen Sets wurden der Bahnhofsmission Heidelberg übergeben. Der verbliebene Restbetrag von 276,28 Euro wurde nach Absprache mit dem Spender an den Tierschutzverein in Schwetzingen gespendet. Zudem finden in der Warmen Stubb auch mehrmals im Jahr kostenlose Vorträge statt, wie zum Beispiel Ende Mai der Vortrag der Hospizgemeinschaft Schwetzingen. Das Angebot für die Gäste soll weiter ausgebaut werden.

Die Warme Stubb passt zu Schwetzingen und ist kaum ein Jahr nach ihrer Gründung nicht mehr wegzudenken. Baumann und Hierschbiel bedankten sich für die Gastfreundschaft und versprachen, bald wiederzukommen.