Vier Jahre nach der Gründung zählt DaheimLaden in Schwetzingen, eine Marke der New Inergy GmbH, heute zu den führenden Herstellern von Ladeinfrastruktur in Deutschland. Beim Besuch von Dr. Franziska Brantner (Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Grünen), Dr. Andre Baumann (Staatssekretär im Umweltministerium Baden-Württemberg) und Gemeinderat Dr. Michael Rittmann informierte Geschäftsführer Stephan Schwebe über die Entwicklung des Unternehmens und die Rolle der Politik für die Elektromobilität.
“Wir erleben mittlerweile einen reiferen Markt für Ladeinfrastruktur. Viele sind gekommen, viele gegangen. Wir haben unseren Platz gefunden“, sagte Schwebe. DaheimLaden gehöre inzwischen zu den Top 10 der deutschen Hersteller von Wallboxen. Das Ziel sei klar: “Wir wollen unter die Top 5 – und das ohne Subventionen zu verbrennen.”



Politische Rahmenbedingungen seien dabei entscheidend. „Politik schafft die Leitplanken, in denen Innovation wachsen kann“, betonte Schwebe. Die Photovoltaik-Pflicht, steuerliche Vorteile für E-Dienstwagen und erleichterte Wallbox-Installationen in Mehrfamilienhäusern wirkten direkt auf den Markt. Dazu hatte die Landesregierung eigens eine gesetzliche Regelung geschaffen. Brantner unterstrich: „Elektromobilität wird attraktiv, wenn sie einfach, bezahlbar und alltagstauglich ist – genau das erreichen diese Regelungen.“
Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Netzstabilität ein zentrales Zukunftsthema. „Darum bauen wir unser Stromnetz grundlegend um. Mit Leitungen, die Windenergie aus Norddeutschland zu uns in den Süden bringen und mit Batteriespeichern, die für die nötige Netzstabilität sorgen“, so Baumann. Künftig könnten dabei auch Elektroautos eine wichtige Rolle spielen. Das Stichwort dafür lautet „bidirektionales Laden“. Dabei funktionieren E-Autos beispielsweise als Batteriespeicher in den Nachtstunden. Bereits jetzt seien alle Wallboxen von DaheimLaden hardwareseitig dafür ausgelegt. „Wir wollen zur Netzsicherheit beitragen“, erklärte Schwebe. Denn netzdienliches Laden sei nicht nur für die Stabilität des Stromnetzes relevant, sondern ein echtes Sicherheitsthema.
„Indem wir auf erneuerbare Energien setzen und die dazugehörigen Technologien hier vor Ort selbst entwickeln und herstellen, machen wir uns unabhängiger von anderen Ländern. Das ist hochrelevant für unsere europäische Souveränität und Sicherheit“, erklärte Brantner. Neben Technologie setzt DaheimLaden auf Nachwuchsförderung. „Junge Talente bringen Ideen und Dynamik“, sagte Schwebe. Schülerinnen und Studierende erhalten früh Einblicke in Praxis und Entwicklung. Rittmann lobte das Engagement: „Das ist gelebte Zukunftsförderung.“
Baumann betonte die Bedeutung des GreenTech-Sektors für Baden-Württemberg: „Hier entstehen Jobs, Wertschöpfung und Zukunftssicherheit.” Derzeit arbeiteten mehr als 200.000 Menschen im GreenTech-Sektor in Baden-Württemberg. Die Bruttwowertschöpfung sei genauso groß wie im Automobilsektor. Baumanns Fazit: “Grüne Ideen und wirtschaftlicher Erfolg gehören in Baden-Württemberg zusammen.” „Ihr Engagement ist ein wichtiger Baustein dafür”, lobte Brantner die Arbeit vom DaheimLaden-Team abschließend.